Teilungsvermessung

Allgemeines

Bei einer Teilungsvermessung wird ein bestehendes Flurstück durch örtliche Vermessung in zwei oder mehrere neue Flurstücke zerlegt. Durch die Festlegung der Lage der neuen Grenze, der Abmarkung mit Grenzzeichen und der Anerkennung durch die Beteiligten in einer Grenzniederschrift wird die neue Grenze festgestellt.

Bebaute Grundstücke erfordern besondere Aufmerksamkeit um eine Entstehung von baurechtswidrigen Zuständen zu vermeiden. Durch die Teilung eines Grundstücks, das bebaut oder dessen Bebauung genehmigt ist, dürfen keine Verhältnisse geschaffen werden, die den Vorschriften der brandenburgischen Bauordnung (BbgBO) oder den aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Vorschriften zuwiderlaufen. Hier sind insbesondere die Vorschriften über die Abstandsflächen, den Brandschutz und die Erschließung zu berücksichtigen.Entspricht die Teilung eines Grundstücks, das bebaut oder dessen Bebauung genehmigt ist, nicht den Anforderungen des Satzes 1 oder des § 19 Abs. 2 des Baugesetzbuchs, so darf eine die Teilung vorbereitende Liegenschaftsvermessung (Teilungsvermessung) nur vorgenommen werden, wenn die erforderliche Abweichung nach § 60 zugelassen oder die erforderliche Befreiung erteilt ist.

Die Vermessungsergebnisse (z. B. neue Flurstücksnummern, Flächenberechnungen) werden in das Liegenschaftskataster übernommen und dem Grundbuchamt mitgeteilt.

Die Teilungsvermessung ist Voraussetzung, damit ein Grundstück im Sinne der Grundbuchordnung im Grundbuch geteilt werden kann, um z.B. einen Teil des ehemaligen Grundstücks verkaufen zu können.

Kosten

Grundlage für die Vermessungskosten ist die Vermessungsgebührenordnung- VermGebO.

Die Gebühr für die Teilungsvermessung ist abhängig von:

  • der Grenzlänge der alten Grenzen, in die neue Grenzen einmünden
  • der Grenzlänge der neuen Grenzen
  • Anzahl der eingebrachten und gewidmeten Grenzzeichen (Abmarkungen)
  • dem Bodenwert

Hinzu kommt die Gebühr für die Übernahme der Ergebnisse in das Liegenschaftskataster.